Wahlpflichtprogramm Spiritualität

Abdruck einer Jakobsmuschel im SandFür die beiden Seminare im Wahlpflichtprogramm erhalten Sie mit der Aufnahme auf die Anwärterliste einen „Bildungsgutschein“ in Höhe von 500,00 EUR für Ihr KSB-Programm. Nachdem Sie Ihre Maßnahme gewählt und besucht haben, leiten Sie Ihren Zuschussantrag (PDF in neuem Fenster) über den Anbieter der Veranstaltung an die KSB-Dienststelle weiter.

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Communität Christusbruderschaft Selbitz

Das Zentrum der Communität befindet sich in Selbitz, einer kleinen Stadt in Oberfranken nahe Hof. Hier stehen das Ordenshaus sowie unter anderem auch das Gästehaus der Communität, in dem Seminare stattfinden. Zur Communität gehören 120 Schwestern, 4 Brüder, 78 Tertiäre. Sie wird geleitet von einem Prior und einer Priorin. Die Gemeinschaft lebt nach den evangelischen Räten: Armut, Keuschheit, Gehorsam. Die gemeinsamen Stundengebete, das persönliche Gebet und die Betrachtung des Evangeliums prägen den Tagesrhythmus. Bestimmend für das gemeinsame Leben ist die Feier des Heiligen Mahles.
Die Communität sieht sich der Ökumene verpflichtet. Die Gemeinschaft lebt innerhalb und im Gegenüber zur evangelisch-lutherischen Kirche in ökumenischer Offenheit. Lebendige z.T. internationale Beziehungen bestehen zu anglikanischen, katholischen, orthodoxen Orden und Communitäten und zu freikirchlichen Gemeinschaften.
Die Berufung zum gemeinsamen Leben konkretisiert sich in den einzelnen Konventen. So gehören zur Communität neben dem Zentrum in Selbitz weitere Konvente in Wüflinghausen (Nähe Hannover), Petersberg (Nähe Halle), Hof Birkensee (Nähe Nürnberg; besondere Angebote für junge Erwachsene), in Südafrika sowie Stadtkonvente in Bayreuth, München, Magdeburg, Wittenberg und Verchen.
Viele für Studierende interessante Angebote finden in Selbitz, Wülfinghausen, auf dem Petersberg oder auf dem Hof Birkensee statt.

Angebote: Wochenkurse sowie Wochenenden

Exerzitien und Retraiten:

  • 17.02.-21.02. Retraite über die Faschingstage
  • 22.02.-26.02. Tage der Stille
  • 26.03.-01.04. Fasten-Retraite
  • 29.03.-01.04. Einkehrtage
  • 30.04.-06.05. Einzelexerzitien
  • 28.06.-01.07. Einführung in kontemplatives Gebet
  • 24.08.-02.09. Kontemplative Exerzitien
  • 27.08.-02.09. Wanderretraite

Seelsorgerlich-therapeutische Seminare:

  • 27.08.-30.08. Familienstellen auf biblischer Grundlage
  • 07.09.-09.09. Seminar Hörendes Gebet

Feste im Jahreskreis: siehe Jahresprogramm

Leib-Arbeit.:

  • 17.02.-21.02. Tanz&Körperarbeit
  • 04.07.-08.07. Körperarbeit auf biblischer Grundlage
  • 18.07.-22.07. Seminar Alexandertechnik
  • 09.11.-11.11. Wochenende mit meditativem Tanz

Adresse/Anmeldung:
Communität Christusbruderschaft Selbitz
Wildenberg 23
95152 Selbitz

Postfach 1260
95147 Selbitz
(Dort können Jahresprospekt sowie ggf. Einzelprospekte angefordert werden)

Tel.: 0 92 80 / 680
Gästehaus, Tel.: 0 92 80 / 68 50
Fax: 0 92 80 – 68 68
E-Mail: selbitz@christusbruderschaft.de
Internet: externer Linkwww.christusbruderschaft.de
Jahresprogramm online unter: externer Linkwww.christusbruderschaft.de

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Geistliches Zentrum Schwanberg

Die Communität Casteller Ring (CCR) ist eine Gemeinschaft von Frauen, die in der Evangelisch-Lutherischen Kirche als Ordensgemeinschaft im Geist der Regel des hl. Benedikt (RB) lebt. Seit 1950 leben die Schwestern auf dem Schwanberg. Der Gemeinschaft gehören zur Zeit 39 Schwestern an. Die Stundengebete und Gottesdienste prägen im Wechsel von Gebet und Arbeit (ora et labora) den Tagesablauf. Die Schwestern arbeiten unter anderem in den verschiedenen Arbeitsbereichen des Geistlichen Zentrums Schwanberg mit und bieten in diesem Rahmen eigene Tagungen an. Seit der Eröffnung im Mai 2007 betreuen die Schwestern den Evangelischen Friedwald auf dem Schwanberg.
Der gottesdienstliche Mittelpunkt des Schwanbergs ist die St. Michaelskirche. Hier beten die Schwestern viermal täglich das Stundengebet und laden alle Gäste des Schwanbergs dazu ein. Im Wechselgesang der Psalmen, in Schriftlesung und Fürbitte und in der Stille bringen sie ihr Leben und die Welt vor Gott. In den Gottesdiensten feiern sie Gottes Gegenwart und entdecken dabei immer wieder neu den Reichtum der kirchlichen Liturgie.
Alle Gäste sind drei Mal in der Woche zu einem Gottesdienst mit Eucharistiefeier eingeladen. Segnungsgottesdienste und Feiern mit stillen, meditativen Elementen ergänzen die Vielfalt. Immer steht zugleich mit der Verkündigung die Feier des Altarsakraments im Mittelpunkt - von hier aus beschreibt sich das gemeinsa­me Leben auf dem Schwanberg. In der so gefeierten Gegenwart Gottes mitten unter den Menschen findet die Communität ihren Auftrag und ihren Weg.

Gäste sind in das Geistliche Zentrum Schwanberg eingeladen, das mit der Tagungsstätte Schloss Schwanberg, dem Einkehrhaus St. Michael und dem Jugendhof Schwanberg Räume für christliche Spiritualität in unterschiedlichen Formen bietet.

Angebote:
Spirituelle Theologie, Exerzitien, Geistliche Begleitung, Meditation, Kontemplation, Leibarbeit, Gregorianik
Aktuelle Termine entnehmen Sie bitte dem Jahresprogramm unter
www.schwanberg.de

Adresse/Anmeldung:
Geistliches Zentrum Schwanberg (Empfang)
97348 Rödelsee
Tel.: 0 93 23 / 32-128
E-Mail: rezeption@schwanberg.de
Internet: externer Linkwww.schwanberg.de

Für weitere Informationen:
Pfarrerin Dr. Thea Vogt
Tel.: 0 93 23 / 32-181
Fax: 0 93 23 / 32-116
E-Mail: pfarrer@schwanberg.de

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Bibliolog-Grundkurs: … weil jede/r etwas zu sagen hat.
Wie wird die Bibel lebendig?
Wie lässt sich das Buch der Bücher entdecken, verstehen, auslegen?
Und wie wird daraus ein Gemeinschaftserlebnis?

Fragen, die in Gemeinde und Gottesdienst, Jugend- und Konfirmandenarbeit und Schule immer häufiger zu hören sind. Viele kirchliche Hauptamtliche würden dem Bedürfnis, die Bibel selbst zu entdecken, gerne entgegenkommen. Dafür müssen allerdings neue Formen von Verkündigung gefunden werden, wie der Bibliolog( www.bibliolog.de).
Der jüdische Nordamerikaner Peter Pitzele hat dazu aus der Auslegungstradition des „Midrasch“ eine Arbeitsweise entwickelt, mit der in Gemeinde und Schule die biblischen Texte lebendig werden und die „Zwischenräume (= weißes Feuer) zwischen den Buchstaben (= schwarzes Feuer)“ zu reden beginnen – den Bibliolog.
Diese Methode ermuntert zum Dialog zwischen biblischer Geschichte und Lebensgeschichte. Die Anwesenden identifizieren sich mit einer biblischen Gestalt und können sich aus dieser Rolle heraus auch äußern, und zwar gerade zu den Fragen, wo das „weiße Feuer“ lodert. Die Form hat Ähnlich­keiten mit Bibliodrama, ist aber strukturierter und leitungszentrierter, da die Leitung die Aussagen sprachlich aufnimmt und weiterführt. Sie ist daher unkompliziert im Alltag von Jugend- und Gemeindearbeit sowie Schule einsetzbar. Sie erfordert neben der Kenntnis der Methodik bestimmte Fähigkeiten, die in dieser Fortbildung erlernt und geübt werden. Wir arbeiten anwendungsorientiert mit Kurzvorträgen, praktischen Übungen und ersten Erfahrungen im Anleiten von Bibliologen.
Die fünftägige Fortbildung befähigt, mit dieser Methode zu arbeiten und schließt mit einem Zertifikat ab.

Zeitraum:

Termin: 23. – 27. Januar 2012
Leitung: Rainer Brandt, Jens Uhlendorf, Gerborg Drescher
Ort: Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit Josefstal

Termin: 13. – 17. August 2012
Leitung:
Rainer Brandt, Jens Uhlendorf,
Ort: Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit Josefstal

Termine: 27. – 29. September 2012  und 
              15. – 17. November  2012 an zwei WE nur zusammen buchbar
Leitung: Rainer Brandt, Andrea Felsenstein-Roßberg
Ort: Studienzentrum für evangelische  Jugendarbeit Josefstal

Kurskosten für die Grundkurse:
EUR 305,40     Kurskosten inkl. Vollpension im DZ
EUR 329,00     Kurskosten inkl. Vollpension im EZ
EUR 355,00     Kurskosten inkl. Vollpension im EZ mit Dusche

Bibliolog Aufbaukurs 2012

Termin: 11. – 13. Januar 2012  Bibliolog Aufbaukurs „sculpting“  
Leitung: Rainer Brandt, Prof. Dr. Uta Pohl-Patalong,  Jens Uhlendorf
Ort: Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit Josefstal

Termin: 05. – 07.  März 2012  Bibliolog Aufbaukurs “Arbeit mit Objekten“
Leitung: Rainer Brandt, Jens Uhlendorf
Ort: Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit Josefstal

Termin: 01. – 03. Oktober 2012  Bibliolog Aufbaukurs –„Mit erzählungen Bibliolog gestalten“
Leitung: Rainer Brandt, Jens Uhlendorf, Dorothea Kleele-Hartl
Ort: Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit Josefstal

Anmeldung: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Gerade bei den Bibliolog-Kursen in Josefstal lohnt sich eine sehr frühzeitige (!) Anmeldung.

Weitere Informationen und Adresse:

Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit in Josefstal e.V.
Aurachstr. 5
83727 Schliersee
Tel.: 08026/ 9756-0
Fax: 08026/ 9756-50
E-Mail: studienzentrum@josefstal.de
Internet: externer Linkwww.josefstal.de

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Meditation und Schweigen Evangelisches Bildungszentrum Hesselberg

Das Herzensgebet als eine christliche Form der Meditation wird vorgestellt und einige Texte der Mütter und Väter dazu gelesen. Daneben strukturieren sich die Tage durch  sechs gemeinsame Gebetszeiten, Körperübungen und persönliche Meditation.

Drei Tage strenges Schweigen sind Teil des Seminars.

Leitung: Pfr. Bernd Reuther

Zeitpunkt: Montag, 23.07.2012 (12.00 Uhr) bis Freitag, 27.07.2012 (12.00 Uhr) jeweils mit dem Mittagessen

Kosten: im Einzelzimmer EUR 260,-, inkl. Kursgebühr (Vollpension /vegetarische Kost) Doppelzimmer sind nicht sinnvoll für diese Woche, nur nach Absprache.

Adresse:
EBZ Hesselberg
Hesselbergstr. 26
91726 Gerolfingen
Tel.: 0 98 54 / 100
Internet: externer Linkwww.ebz-hesselberg.de

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Spiritualität der Ostkirche. Benediktinerabtei Niederaltaich

Niederaltaich ist ein Kloster mit zwei kirchlichen Traditionen („Riten“). Ein Teil der Mönche lebt im römischen, ein Teil im byzantinischen Ritus.
Die Pflege der ostkirchlichen Tradition erwuchs aus der ökumenischen Zielsetzung des Klosters. Das jahrzehntelange intensive Bemühen um byzantinische Liturgie, Spiritualität und Theologie ist selbst zu einer spezifischen Tradition in Niederaltaich geworden.
Die Pflege des byzantinischen Ritus in diesem Kloster ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich das Geheimnis der Kirche nicht in der jeweils eigenen Tradition erschöpft, dass es vielmehr im geistlichen Leben echte Alternativen gibt.
Im Zuge des ökumenischen Lernprozesses begreifen sich die Kirchen heute mehr und mehr als Gemeinschaft (communio) von Schwesterkirchen. Diesen wiederentdeckten und noch weiter auszulotenden Communio-Charakter von Kirche will die Mönchsgemeinschaft in zwei Traditionen in ihrem konkreten Lebensvollzug erfahrbar machen.
Im Sinne dieser ‚gelebten Vermittlung’ feiern die Mönche des byzantinischen Ritus die Göttliche Liturgie (Eucharistie) und das Stundengebet in deutscher Sprache, um so den Christen westlicher Kirchen den Reichtum der östlichen liturgischen, spirituellen und theologischen Überlieferung besser zugänglich zu machen. Dazu wurde der Großteil der verwendeten gottesdienstlichen Texte in langjähriger Arbeit aus dem Griechischen bzw. Kirchenslawischen neu übersetzt und zum Singen eingerichtet. Grundlage für die musikalische Gestaltung bildete von Anfang an der russische einstimmige wie mehrstimmige Choral.
Um in die Spiritualität der Ostkirche einzudringen, eignet sich insbesondere die Liturgie, die an den Hochfesten des Jahreskreises von besonderer Feierlichkeit geprägt ist.

Empfohlene Angebote:

  • Feier des Theophaniefestes
    mit einem einführenden Vortrag
    04. – 06. Januar 2012

  • Feier der Kar- und Ostertage
    mit begleitenden Vorträgen
    04.– 09. April 2012

  • Feier des Pfingstfestes
    mit einem einführenden Vortrag
    25. – 28. Mai 2012

  • Feier des Weihnachtsfestes
    23. – 26. Dezember 2012

  • „Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes“(Ps 19,2)
  • De Musica
    27. – 29. Januar 2012

  • Wege der Wandlung – Herzensgebet, Biographiearbeit, aktives Pilgern
    06. – 12. Februar 2012

  • Liturgie in Ost und West
    14. – 19. Mai 2012

  • Ökumenische Einkehrzeit
    04. – 11. August 2012

  • „Meine Seele dürstet nach Gott“ (Ps 42,3)
    09. – 11. November 2012

Unser ausführliches Programm sowie Details zu den einzelnen Angeboten können Sie auf unserer Homepage www.abtei-niederaltaich.de einsehen oder bei uns anfordern:

Adresse:
Gäste- und Tagungshaus St. Pirmin und Ökumenisches Institut der Abtei Niederaltaich
94557 Niederaltaich
Internet: externer Linkwww.abtei-niederaltaich.de

Ansprechpartner:
Bruder Johannes Hauck OSB
Tel.: 0 99 01 / 208-6 (St. Pirmin)
Tel.: 0 99 01 / 208-208 (Ökumen. Institut)
Fax: 0 99 01 / 208-250
E-Mail: st.pirmin@abtei-niederaltaich.de

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Benediktiner-Abtei Plankstetten

„Die Abtei samt ihren Klosterbetrieben hat sich aus Verantwortung für die Schöpfung für ein ganzheitlich ökologisches Konzept entschieden. Unser Leitwort „Leben aus dem Ursprung“ prägt unseren Lebensstil, unsere Ernährung und nicht zuletzt unser Geistliches Leben.“

Wie schon seit der Gründungszeit will auch heute die Abtei ein Ort für alle Menschen sein, die Ruhe, Orientierung und religiöse Vertiefung suchen. In der an einem Ausläufer des Altmühltals gelegenen Abtei Plankstetten suchen Mönche seit dem Jahr 1129 ihr Leben nach dem Evangelium und der Regel des abendländischen Mönchsvaters Benedikt zu gestalten. Die gemeinsamen Gottesdienste, die Lesung und die Arbeit prägen so seit Jahrhunderten den klösterlichen Alltag und das Umfeld der Abtei.
Teilnehmende der Kurse können an allen Gebetszeiten der Mönche teilnehmen.

Angebote: Wochenkurse und Wochenenden. Exerzitien, Fastenwochen, Herzensgebet, Ökologie und Schöpfung.

siehe: www.kursprogramm-im-kloster.de

Adresse:
Benediktinerabtei Plankstetten
Klosterplatz 1
92334 Berching (Altmühltal)

Ansprechpartner:
Referentin für Bildung und Geistliche Begleitung: Sr. Conrada Aigner
Tel.: 0 84 62 / 206-130
E-Mail: conrada.aigner@kloster-plankstetten.de
Internet: externer Linkwww.kloster-plankstetten.de

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Exerzitien auf der Straße

Pater Christian Herwartz SJ, Berlin
Auch im Jahre 2012 bietet die Gruppe Ordensleute gegen Ausgrenzung wieder Exerzitienkurse des „Respektvollen Sehens und Hörens“ an. Dabei wohnen die Teilnehmer in Berlin-Kreuzberg in einer Notunterkunft für Obdachlose im Keller einer Kirchengemeinde, der im Sommer leer steht. Den Tag über gehen sie aufmerksam durch Berlin und suchen nach Orten, an denen sie merken, dass ihre Interessen, ihre Gefühle, ihre Sehnsüchte angesprochen werden. Dort bleiben sie stehen und ziehen zumindestens innerlich ihre Schuhe aus und üben sich in Aufmerksamkeit: Sie meditieren, beten, versuchen vor ihren Ängsten nicht zu fliehen, werden ansprechbar.
Schuhe ausziehen – dieses Bild ist einer biblischen Geschichte des 2. Buch Mose entnommen: Mose, ein Ziegenhirt in der Wüste Sinai, sieht mitten in seinem Alltag etwas Ungewöhnliches – ein Dornbusch brennt und verbrennt doch nicht. Er wird neugierig und will sich das Geschehen aus der Nähe ansehen (…).
Die Schuhe ausziehen ist ein Bild für die Bereitschaft, mit Respekt zuzuhören. Die – bei Stiefeln auch wehrhafte – Distanz der Schuhe wird abgelegt, auch der Dünkel, die besseren oder schöneren Schuhe zu haben. Die oft dornige Realität wird mit den nackten Füßen berührt, um darin die eigenen Verletzungen und Biestigkeiten, die eigenen und fremden Sehnsüchte und die Wege zu einem erfüllten Leben zu suchen (…).
Abends kommen die Übenden zurück in die Herberge und erzählen nach einem gemeinsamen, selbst zubereiteten Essen und Gottesdienst von ihren Wegen, ihrem Suchen, ihrem Stehenbleiben, ihrem langsamen Nähern an die Orte, die sie persönlich als wichtig, als aufwühlend, als ihnen heilig erfahren haben. Und auch von den entdeckten Schwierigkeiten, den Ängsten, den Dornbüschen in ihrem Leben erzählen sie. Dabei werden sie aufmerksam begleitet, um selbst deutlicher zu erkennen, wohin sie geführt werden.
Zehn Tage dauern diese Kurse, die in der Tradition der Exerzitien (exerzieren = üben) stehen, in der Ignatius von Loyola im 16. Jahrhundert einen wichtigen Impuls gegeben hat. Wir begleiten diese Kurse von etwa 10 TeilnehmerInnen mit ihren ganz individuellen Wegen in zwei überschaubaren Gruppen. Eine Frau und ein Mann von unserer Einladungsgruppe sind jeweils dabei. Wir sehen in diesen Kursen einen Beitrag, persönliches Ausgrenzungsverhalten zu überwinden. Eine große Freude ist es für uns, wenn die Teilnehmer ihr zielgerichtetes Alltagsverhalten zurück und sich vom inneren Gespür führen zu lassen. Dann durchlaufen sie manchmal schmerzhafte Etappen der Selbsterkenntnis. Doch lösen sich auch unver­mittelt Fixierungen. Die darüber erfahrene Freude ist ein Licht mitten in den alltäglichen Ereignissen, durch das Zukunftsperspektiven sichtbar werden (aus: Homepage 7/2007)

Angebote: Im Jahr 2011 fanden die „Exerzitien auf der Straße“ in Augsburg, Basel, Berlin, Duisburg, Frankfurt/M, Frankfurt/O, Hamburg, Leipzig, Mönchengladbach, München (in Zusammenarbeit mit Spirituellem Zentrum St. Martin München) und Rostock statt, aber auch nur für wenige Stunden auf Kirchentagen oder während Tagungen von Männerseelsorgern, von ExerzitienbegleiterInnen oder auf Initiative einer Studienstiftung oder einer einzelnen Gemeinde.
Neu ist die Heranführung an diese Praxis: Christian Herwartz, Brennende Gegenwart - Exerzitien auf der Straße, September 2011 im Echterverlag.

Empfohlene Kurse: Aktuelle Orte und Termine für 2012 entnehmen Sie bitte dem Internet: externer Linkwww.con-spiration.de/exerzitien

Adresse: Kontakt und Anmeldung zu den Exerzitien:
Christian Herwartz SJ
Naunynstraße 60
10997 Berlin
Tel.: 0 30 / 6 14 92 51
E-Mail: christian.herwartz@jesuiten.org

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Christliche Spiritualität im ökumenischen Kontext - Das Beipspiel Taizé

Blockveranstaltung mit Fahrt nach Taizé:

Zeitpunkt: 02. September bis 09. September 2012

Beschreibung: In dieser Blockveranstaltung wird die Möglichkeit geboten, das spezifische Profil christlicher Spiritualität am Beispiel der Communität in Taizè kennen zu lernen. Taizè ist inzwischen zum erfolgreichsten ökumenischen Programm einer jugendspezifischen Frömmigkeitsform geworden. Wir wollen in Taizè eigene Erfahrungen mit christlicher Spiritualität machen und dies auch reflektieren. Desweiteren wird zu überlegen sein, ob und wie sich diese Spiritualität in ein religionspädagogisches Konzept für Schule und Gemeinde einbinden lässt.

Dozent: Prof. Dr. Ulrich Schwab / Prof. Dr. Stephan Leimgruber

Anmeldung unter: pt2sekr@evtheol.uni-muenchen.de

Adresse:
Evang.-Theologische Fakultät
Ludwig-Maximilians-Universität
Geschw.-Scholl-Platz 1
80539 München
Tel: +49 (089) 2180-5043
Fax: +49 (089) 2180-13514


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