Kirchliche Studienbegeleitung

Theologie Pfarramt

Anwärterliste für das Geistliche Amt
in der Evang.-Luth. Kirche in Bayern

Herzlich willkommen bei der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern!

Die Struktur der evangelischen Kirche in Deutschland  (EKD)  mit ihren selbständigen Landeskirchen spielt auch bei der Ausbildung zum evangelischen Pfarrer bzw. der evangelischen Pfarrerin eine Rolle.

Theologiestudierende, die aus der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) stammen und auch in Bayern in den Beruf gehen wollen, sollten sich möglichst gleich zu Beginn des Studiums auf die Anwärterliste für das geistliche Amt eintragen lassen.

Was heißt „aus der bayerischen Landeskirche stammen“?

Wenn Ihr Heimatwohnsitz/Elternhaus in der ELKB liegt bzw. Sie Ihr Abitur in Bayern erlangt haben. Auch die Kombination „Heimatwohnsitz Bayern – Abitur in einem anderen Bundesland“ fällt darunter.

Hat man aus einer anderen Landeskirche stammend die Chance, auf die ELKB-Anwärterliste zu kommen?

Das ist jederzeit möglich. Bitte schreiben Sie uns auf Ihrem Motivationsschreiben für das Studium – im Zuge Ihres Antrags auf Aufnahme – auch einen Abschnitt, in dem Sie auf die Gründe zu sprechen kommen, warum Sie zukünftig in der ELKB tätig sein wollen. Wichtig ist uns, der ELKB, allerdings eine „faire Personalpolitik“ den anderen Kirchen gegenüber, die nahezu auch alle dringend theologischen Nachwuchs benötigen (weitere Informationen zum Aufnahmeverfahren s. hier)

Warum besteht die ELKB auf der „Anwärterliste“, bei anderen Landeskirchen ist das freiwillig?

Die ELKB hat selbst in finanziell angespannteren Zeiten für eine verlässliche Personal- und Einstellungspolitik gesorgt. Basis dafür sind auch konkrete und stimmende Zahlen. Durch die Anwärterliste hat die ELKB eine Übersicht, mit wieviel Vikaren und Vikarinnen und dann später Pfarrern und Pfarrerinnen zu rechnen ist. Mindestens ebenso wichtig ist es der Landeskirche, mit „ihren“ Studierenden im Kontakt zu stehen. So ist eine direkte Kommunikation möglich und die Informationsflüsse sind offen. Schließlich erfahren ELKB-Studierende eine außergewöhnlich gute Begleitung und Förderung – sowohl durch die Kirchliche Studienbegleitung (KSB) als auch durch das Landeskirchenamt (Ausbildungsreferat) direkt. Der Kreis der Berechtigten für diese Förderungen muss aber klar und definiert sein. Deshalb sind z.B. Zuschüsse zu besonderen Studienveranstaltungen, Exkursionen, Auslandsaufenthalten an die Mitgliedschaft auf der Anwärterliste gebunden. Eine frühe Anmeldung bedeutet eine möglichst lange Förderung und die zeitnahe Anmeldung bei der Kirchlichen Studienbegleitung ermöglicht Ihnen von Anfang an die Teilnahme an informativen und klärenden Seminaren, Praktika und Gesprächen.

Welche Unterlagen sind nötig für eine Aufnahme?

Bitte füllen Sie das Formular „Antrag auf Aufnahme in die Anwärterliste“ aus und senden uns dieses mit folgenden Unterlagen zu:

  • Ein tabellarischer und ausführlicher Lebenslauf, der auch die  Motivation und Gründe für die Wahl des Studienfachs Theologie enthalten soll.
    (Bitte schicken Sie den tabellarischen Lebenslauf im Abdruck an die KSB, sobald sie sich dort anmelden)
  • Ein neues Passbild
  • Eine beglaubigte Kopie des Abiturzeugnisses
  • Eine Immatrikulationsbescheinigung (bitte im Original oder als beglaubigte Kopie)
  • Namen und Anschriften von zwei Pfarrer/innen oder aus anderen kirchlichen Berufen, in der Regel die/der letzte Religionslehrerin/Religionslehrer und ihre Ortspfarrerin/Ortspfarrer  oder Jugendleiterin/Jugendleiter (sollten Sie mit ihr/ihm verwandt sein, nennen Sie uns bitte den Namen einer/eins anderen Pfarrerin/Pfarrer), die eine Referenz über Sie abgeben können.

Kontaktdaten im Landeskirchenamt

Referat Ausbildung und Personalentwicklung
Landeskirchenamt der Evang.-Luth. Kirche in Bayern
Postfach 20 07 51
80007 München

Frau Heidemarie Hess
Tel.: 089 5595-509
Fax: 089 5595-8893
Email: Heidemarie.Hess@elkb.de

Bitte geben Sie bei E-Mail-Korrespodenz immer Ihre Studien- und Heimatadresse an. (Auch, wenn es sich um die selbe Adresse handelt.)

Was passiert dann?

Das Aufnahmeverfahren wird eröffnet. Wir im Ausbildungsreferat holen die Referenzen ein. Bitte haben Sie bei diesem Verfahren etwas Geduld. Manchmal bedarf es weiteren Nachfragen. Solange das Verfahren läuft, können wir (nur auf Anfrage) bereits darüber eine Bescheinigung ausstellen, wenn Sie eine solche benötigen.

Am Ende des Verfahrens steht in den allermeisten Fällen die Aufnahme. Darüber erhalten Sie eine Bescheinigung in Form eines Aufnahmeschreibens. Wenn die Aufnahme abgelehnt oder zunächst verschoben wird, ist ein Beratungsgespräch mit der Ausbildungsreferentin die Regel.

Welche Folgen hat die Aufnahme?

Die Aufnahme ist eine Zulassungsvoraussetzung für das erste Examen (Aufnahmeprüfung).

Mit der Aufnahme wird Ihre Adresse in eine Reihe von Informationsverteilern aufgenommen (NEWSLETTER des Ausbildungsreferates; Angebotsheft der Kirchlichen Studienbegleitung KSB; Bezug der Zeitschrift „Nachrichten der ELKB“). Über Ihr Heimatdekanat erhalten Sie im Zusammenhang mit einem Jahrestreffen Büchergeld. Wer keinem Heimatdekanat in Bayern zugeordnet werden kann, erhält das Büchergeld aus dem Ausbildungsreferat (bitte Nachweis durch Immatrikulationsbescheinigung und Studienbegleitung durch die KSB) bei Frau Hess: Heidemarie.Hess@elkb.de.

Zudem sind die  Zuschüsse und Förderungen an die Aufnahme auf die Liste gebunden sowie der Zugang zum Intranet.

Welche Folgen hat die Aufnahme nicht?

Die Aufnahme begründet keinen Rechtsanspruch auf die spätere Übernahme als Vikar/in oder eine andere Beschäftigung in der ELKB.

Kann ich mich wieder streichen lassen?

Dies ist jederzeit möglich.

Kann ich auf die Liste anderer Landeskirchen wechseln?

Da alle Landeskirchen derzeit Nachwuchs benötigen und die Mobilität in der Gesellschaft allgemein größer geworden ist, sind Wechsel zwischen den meisten Kirchen überwiegend möglich. Die Landeskirchen stellen sich dann gegenseitig die vorliegenden Unterlagen zur Verfügung, so dass meist kein aufwändiges neues Verfahren nötig ist. Natürlich geschieht dieser Austausch der sogenannten Ausbildungsakte nur mit Ihrer ausdrücklichen schriftlichen Genehmigung.

Ich bin oder war körperlich oder psychisch krank. Kann ich aufgenommen werden?

Für die Aufnahme auf die Anwärterliste ist rechtlich kein Gesundheitszeugnis vorgesehen. Dies ist erst vor dem Vikariat obligatorisch. Sollten Sie Sorgen deswegen haben, wenden Sie sich zu einem Beratungsgespräch an die Kirchliche Studienbegleitung (KSB) in Neuendettelsau. Viele Unsicherheiten können schon in einem solchen Gespräch abgebaut und genommen werden.

Ich bin als Kind nicht in die evangelische Kirche hineingetauft worden, sondern erst später konvertiert oder eingetreten. Ist das ein Hinderungsgrund für die Aufnahme?

Nein.

Gibt es eine Altersgrenze für die Aufnahme?

Altersgrenzen bestehen für die Aufnahme ins Vikariat (33), den Probedienst (35) und das öffentlich-rechtliche Dienstverhältnis auf Lebenszeit, “Verbeamtung“ (40). Für die Anwärterliste gilt derzeit keine Altersgrenze.

 

Es fehlen wichtige Fragen?

Dann mailen und senden Sie Ihre Fragen bitte an das Ausbildungsreferat im Landeskirchenamt:
Frau Hess Heidemarie.Hess@elkb.de.

 

München, 11.08.2017                                                                                                KRin Isolde Schmucker

Ausbildung und Personalentwicklung